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  Robin Spickers (Mitte) war zuletzt außer Gefecht, kehrt aber für das Spiel gegen Schwerin zurück ins Team des OHC. Robin Spickers (Mitte) war zuletzt außer Gefecht, kehrt aber für das Spiel gegen Schwerin zurück ins Team des OHC. Robert Roeske

OHC - Mecklenburger Stiere Schwerin (MAZ)

  • Samstag, 29 September 2018 12:51

Wenn die Stiere zu den Pumas kommen

Oranienburger Handballer erwarten am Sonnabend das Schweriner Team. Rückraumspieler Darius Krai wird nach seiner Verletzung wieder das erste Mal dabei sein.

Es wird ein echter Härtetest, dem sich die Oranienburger Handballer am heutigen Sonnabend gegenübersehen. Es kommt der einstige Bundesligist, frühere Zweitligist und – was aktuell am entscheidendsten ist – ein wiedererstarkter Drittligist: die Mecklenburger Stiere aus Schwerin. Wiedererstarkt deshalb, weil bei ihnen die ersten beiden Partien dieser Saison in die Hose gegangen waren. 0:4 Punkte – für die Schweriner mit ihren Aufstiegsambitionen ein mittleres Desaster. Aber die letzten beiden Spiele wurden gewonnen (gegen Magdeburg II 35:31 und gegen HSG Ostsee 35:27). „Da haben sie gezeigt, wozu sie in der Lage sind“, sagt Oranienburgs Coach Christian Pahl. Für ihn nicht überraschend, denn es sei eine Frage der Zeit gewesen, wann sie ins Rollen kommen. Der OHC-Coach schätzt die Auftritte der Stiere, die nun auf die Oranienburger Pumas treffen. „Die stellen eine sehr gute Abwehr“, sagt er. Vor einer Woche ließen sie in Halbzeit eins nur vier Treffer zu (21:4-Halbzeitstand).

Und dann müsse sein Team etwas gegen die Offensive tun. „Das Tempospiel unterbinden“, sagt er. Das zelebrierten sie vor allem wegen der starken Abwehr mit den Ballgewinnen. „Man kann sich auf den Gegner vorbereiten, aber trainieren kannst du so etwas nicht“, erklärt der 37-Jährige.

Mit dem immer noch jungen Mathias Pedersen verfüge der heutige Gast über einen überragenden Spielmacher, der zudem torgefährlich ist und derzeit fast wöchentlich im zweistelligen Bereich treffe. Mit Lutz Weßeling heuerte ein Mann in Schwerin an, der noch vor drei Jahren das grün-weiße Trikot des OHC übergestreift hatte. Er hat Zweitliga-Erfahrung und strahlt von der linken Rückraumseite Gefahr aus. „Trotz allem sind die Schweriner kein Gegner zum Fürchten“, findet der Oranienburger Coach. Das sagt er trotz der nicht unbedingt optimalen Voraussetzungen, die mit grippegeschwächten und anderweitig angeschlagenen und ohnehin langzeitverletzten Spielern (Nils Müller, Dennis Schmöker, Paul Otto) zu tun haben.

Lichtblick ist Darius Krai. Der Rückraumspieler wird erstmals in dieser Saison im Kader stehen. Kreisspieler Robin Spickers kehrt zurück, welche Verletzung Kreisspieler Florian Heine davongetragen hat, klärt sich erst in der nächsten Woche.

Die Mecklenburger sind vor dem Spiel etwas reservierter. „Gegen den Tabellendritten aus Brandenburg hängen die Trauben hoch: Nach fünf Spielen stehen die Männer aus der Havelstadt punktgleich hinter Liga-Primus TSV Altenholz und dem HC Empor Rostock. Die gute Verfassung der Spieler um Coach Christian Pahl deutete sich bereits beim Matthäi-Cup Anfang August an, den Gastgeber OHC für sich entscheiden konnte“, steht auf der vereinseigenen Homepage mit Blick auf das Spiel, welches am Sonnabend um 18.30 Uhr in der MBS-Arena angepfiffen wird.

Ungeachtet dessen würden sich die Stiere motiviert auf den Weg machen. Bis auf Rückraumspieler Jan Grolla, der sich beim Training eine Knieverletzung zugezogen hat, sind alle Spieler von Trainer Mannhard Bech körperlich fit. Sie wollen an die Erfolge der beiden zurückliegenden Spiele anknüpfen und Zählbares aus Oranienburg mitbringen. OHC-Linkshand Dominic Kehl hat eine Idee, wie das zu verhindern ist, und blickt dabei Richtung Fans: „Mit eurer Unterstützung werden wir versuchen, die nächsten Punkte in unserer Halle zu behalten.“

Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan Blumberg, 29.09.2018

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