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Christoph Genilke musste nach 50 Minuten vorzeitig von der Platte. Christoph Genilke musste nach 50 Minuten vorzeitig von der Platte. Robert Roeske

HSV Hannover - OHC 29:31 (MAZ)

  • Sonntag, 23 September 2018 18:18

Die nächsten Punkte im Sack

Es läuft derzeit für den Oranienburger HC: Nach fünf Spielen hat die Mannschaft 8:2 Punkte auf dem Konto. Am Wochenende in Hannover spielte das Team sehr solide, zumindest 50 Minuten lang.

Die Männer des Oranienburger HC fuhren am Sonnabend den dritten Sieg in Folge ein. Beim HSV Hannover gelang der Mannschaft ein souveräner 31:29 (12:15)-Erfolg. Der geriet zu keiner Zeit in Gefahr, auch wenn der Acht-Tore-Vorsprung am Ende arg schmolz.

Gute 50 Minuten lang lieferten die Oranienburger eine sehr souveräne Vorstellung ab. Die Abwehr rührte wie erhofft abermals Beton an. Die extrem gefährlichen Hannoveraner Milan Mazic (Kreis/6 Tore) und Sebastian Czok (Rückraum rechts/5 Tore) erzielten zwar zusammen elf Tore, „aber wir hatten sie trotzdem ganz gut im Griff, so dass sie nicht wie gewohnt zur Entfaltung kamen“, schätzte OHC-Trainer Christian Pahl ein. Auch Rückraumspieler Philip Müller schloss er da mit ein. „Aus dem Rückraum kam von uns insgesamt zu wenig“, konstatierte HSV-Trainer Stephan Lux. Vor allem wegen dieser Kompaktheit in der Defensive lag der OHC im gesamten Spiel nur einmal zurück (1:2). Ab dem 3:2 für den OHC mussten die Hausherren mit ansehen, wie die Oranienburger das Heft des Handelns an sich rissen. Per Kohnagel führte Regie und sorgte dafür, dass seine Mitspieler immer wieder zu Torchancen kamen. „Wir haben ziemlich effektiv gespielt, auch wenn wir noch einige klare Chancen ausgelassen haben“, so der Coach. Aber das bemängelte auch der Hannoveraner Trainer im Spiel seiner Mannschaft. Bis zur Pause konnte sich der HSV Hoffnungen auf einen besseren Ausgang machen. Trotz der mehrfachen Drei-Tore-Vorsprünge des OHC (7:4, 8:5, 11:8, 13:10) kämpfte sich das Team auf ein Tor heran.

Aber kurz vor (15:12) und kurz nach der Pause (17:12) versetzten die Tore von Christoph Genilke (2), Dominic Kehl und Yannick Schindel dem Gastgeber einen Dämpfer, der zugleich die Sicherheit im Spiel des OHC wachsen ließ. Mit dem starken Torwart Simon Herold im Rücken fiel es dem HSV immer schwerer, die Abwehr des OHC zu knacken. Der OHC hielt Hannover auf Distanz, baute den Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich auf acht Tore aus (30:22, 31:23). Dann gab es einen Knacks im Spiel der Oranienburger, der Vorsprung verringerte sich zusehends. Mit der Disqualifikation von Christoph Genilke nach einer Abwehraktion gegen Philip Müller (50.) hatte das nur bedingt zu tun. „Diesen Verlauf haben wir uns selbst zuzuschreiben“, beklagte Trainer Christian Pahl, der diesen Einbruch wechselbedingt auf seine Kappe nimmt. Etliche Fehler führten zu Ballverlusten und schließlich zu Gegentoren. Der in den letzten zehn Spielminuten eingewechselte Torwart Paul Porath – er gab damit sein Debüt beim Oranienburger HC – stand auf verlorenem Posten. Als unglücklich beschrieb Christian Pahl seine Premiere. Sechs Tore der Hannoveraner in Folge – das letzte fiel 15 Sekunden vor Schluss – änderten nichts „an dem verdienten Sieg des OHC“ (Stephan Lux). Der fand sich damit vorübergehend auf Platz 2 der Tabelle wieder.

„Angst haben muss man jetzt nicht“, sagte Christian Pahl mit einem Blick auf eine mögliche Fortsetzung dieser Serie. „Wir müssen von Woche zu Woche unsere Hausaufgaben machen. Man darf in dieser Liga nicht nachlassen, sonst wird das bestraft. Nächsten Sonnabend tritt Schwerin bei uns an – die kommen jetzt erwartungsgemäß auch ins Laufen. Vor denen habe ich höchsten Respekt.“

Herold, Porath, Szabo – Genilke (4), Frank, Dömeland (8/2), Wertz (1), Schindel (4), Manderscheid (3), Kehl (4), Scharge (5), Öksüz, Sauß, Kohnagel (1), Heine (1).

Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan Blumberg, 23.09.2018

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