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OHC mA Saisonstart

  • Dienstag, 23 Oktober 2018 12:22

"Wir können im Mittelfeld mithalten!"

Die männliche A-Jugend des OHC begann bereits im März mit der Vorbereitung auf die neue Saison, denn der Spielbetrieb der Oberliga-Ostsee-Spree war in den relevanten Altersklassen früh beendet worden. Auftrag 1 lautete: Qualifikation für die neue Spielzeit in der entsprechenden Liga.

Wir arbeiteten nach kurzer Oster- und Regenerationspause konsequent an uns. Wie bereits 2017 in der B-Jugend, so stellte sich auch 2018 erst spät heraus, dass es gar kein Qualifikationsturnier geben würde. Die Ligazugehörigkeit auf diesem Weg ist ein zweischneidiges Schwert, denn der erfreulichen Tatsache, dem Druck ausweichen zu können, steht die Ungewissheit gegenüber, wo das eigene Leistungsniveau liegt - und das der anderen.

Ein erster echter Erfolg bestand sowohl mannschaftsintern als auch clubweit darin, dass wir drei neue Spieler gewinnen konnten, Spieler, die selbstständig zu uns gefunden hatten, und die z.T. weite Wege zu den Trainingseinheiten in HBI und MBS machen. Die notgedrungen sehr späte endgültige Zusammensetzung des Teams erst zwei Wochen vor dem ersten Spiel war natürlich nicht optimal.

Der Saisonstart bescherte uns ein Auswärtsspiel bei Narva Berlin, nicht nur ein Treffen bei alten Bekannten, sondern auch ein Gegner, der im Jugendbereich schon lange leistungsbezogen agiert. Nachdem wir erfolgreich Feuer mit Feuer bekämpft hatten, indem wir der Berliner Härte klassische Oranienburger Abwehrintensität entgegensetzten, führten wir zur Halbzeit mit drei Toren, danach sogar mit 4, und Narva wechselte, spielte ratlos im Angriff - alles sprach für uns.

Dann beschenkten wir den Gegner, zwei Fouls führten zu Unterzahlspielen, die beide mit 0:3 verloren wurden, die ruhige Halle war erwacht, unser Angriff wurde unsicher und nervös. Es kam letztlich zu einer Niederlage mit einem Tor, begründet nicht im technischen, taktischen oder körperlichen Vermögen, sondern verursacht durch psychische und intellektuelle Mängel.

Leider wurde auch das dritte Spiel mit geringster Differenz verloren. Hier allerdings lagen wir lange deutlich zurück - mit vier Toren - und konnten nur unter Mobilisierung aller Kräfte ein Unentschieden in die Pause retten. Doch, ähnlich wie im ersten Spiel, gingen wir dann in Front, nach zwei Dritteln bogen wir auf die Siegerstraße ein (plus 2 in Minute 40). Scheinbar. Denn mangelhafte Chancenverwertung und eine inakzeptable Abwehrleistung ließen Wildau letztlich beide Punkte mitnehmen.

Im Gegensatz zu den Partien 1 und 3 waren wir meines Erachtens gegen AC Eintracht Berlin chancenlos. Eine der beiden Mannschaften (neben Schwerin), die sich für die Ajgd-Bundesliga zu qualifizieren versucht hatten, konnten die Berliner immer wieder zulegen, wenn es darauf ankam, sie sind extrem eingespielt, uns physisch weit voraus. Auch die Breite des Kaders war gut.

Anhand dieses Spiels ist ein Ausblick möglich. Denn AC und Schwerin sind letztlich klar in der Qualifikation gescheitert, dominieren aber nun unsere Liga. Der Sprung ist also riesengroß.

Für uns gilt es, das Beste aus der Situation zu machen. Wir können im Mittelfeld mithalten. Aber - das ist entscheidend - einige Jungs müssen jetzt schnell erwachsen werden. Die Ursachen im bisherigen Scheitern liegen nämlich vor allem in der Disziplin, im nicht 100% igen Wollen und in der taktischen Reife.


Martin Richter

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