03301 526 174 info@oranienburgerhc.de
Das ist der Wahnsinn: Ausgelassen feierten die Akteure des OHC II ihren Triumph im Landespokal. Das ist der Wahnsinn: Ausgelassen feierten die Akteure des OHC II ihren Triumph im Landespokal. Julius Frick

HVB-Pokal Final Four (MAZ)

  • Sonntag, 06 Januar 2019 19:59

Oranienburger schaffen Sensation

Handball-Verbandsligist gewinnt Final Four in Potsdam gegen den MTV Altlandsberg mit 31:24.

Jubel beim Oranienburger HC II. Der Handball-Verbandsligist triumphierte am Sonntag beim Final Four des Landespokals in der Potsdamer MBS-Arena. Bei der zweitägigen Veranstaltung mit insgesamt 1000 Zuschauern, die zum fünften Mal ausgetragen wurde, setzte sich die Sieben von Trainer Silvio Krause im Finale mit 31:24 (15:9) gegen den MTV 1860 Altlandsberg durch. Das Endspiel gegen den höherklassigen Gegner aus der Oberliga war aber enger, als es das Endresultat vermuten lässt. Im Halbfinale hatten sich die Randberliner knapp mit 26:25 gegen den Grünheider SV behauptet.

Nach dem letzten Pfiff der Veranstaltung freuten sich die Oranienburger um die Wette. „Ein riesiger Erfolg“, jubelte mit dem 19-jährigen Kreisläufer Carl Lautenschläger der zweitjüngste Akteur der Truppe. „Bei uns stand einer für den anderen ein. Als wir in der zweiten Halbzeit plötzlich eingebrochen sind und nach Strafzeiten plötzlich nur noch vier Feldspieler auf dem Parkett standen, haben wir uns vom Gegner nicht fertigmachen lassen“, kommentierte er. „Wir haben wieder die Kurve gekriegt und neue Emotionen freigelegt. Ich denke, wir wollten den Pokal mehr als Altlandsberg gewinnen.“

Nach der klaren Halbzeitführungt baute der Oranienburger HC II den Vorsprung noch um einen Treffer aus. Nach 36 Minuten stand es 19:12. Jeder Treffer wurde noch ausgelassener bejubelt von den Mitspielern auf der Bank. Doch aller Tage Abend war noch längst nicht. Der Gegner „schlich“ sich heran – 22:20 stand es nach 44 Minuten. Die Oranienburger waren plötzlich von der Rolle. Der wurfgewaltige Altlandsberger Huseyin Öksuz verzog die Kugel, sein Teamkollege Paul Otto scheiterte am Pfosten. Nach der 22:21-Frührung des unterklassigen OHC war vier Minuten lang kein Treffer gefallen, das nächste Tor fiel auf der anderen Seite – zum Ausgleich.

Doch die Schwarz-Grünen rissen sich noch mal an der Bimmel. Janis Bohle ordnete wieder die Abwehr, und Michael Schulz auf rechts blühte im Angriff noch einmal auf. Linksaußen Dennis Schmöker war durchgehend der auffälligste Akteur. Beide sorgten in der Schlussphase mit ihren Treffern für den klaren Erfolg.

Da war natürlich eine Sektdusche fällig, die Kapitän Mike Schröder in Richtung Trainer Silvio Krause losließ. „Ich bin stolz auf die Spieler und auf diejenigen, die weniger Einsatzzeiten bekamen wie Marc Sabrautzki oder Lukas Rose. Alle zogen an einem Strang.“ Für Krause, der seit Sommer dabei ist, war der Triumph ein Etappenziel. Zuvor hatte er bereits zweimal mit Grün-Weiß Werder gewonnen.

„Das war ja zum großen Teil die Oranienburger Mannschaft aus der 3. Liga“, murrte Altlandsbergs Kreisläufer Stefan Kurth, mit 2,02 Metern größter Spieler auf dem Parkett. Sechs Spieler aus der Ersten bot der Oranienburger HC II auf. „Das ist legitim“, befand Cheftrainer Christian Pahl. „Es waren Aktive, die vorher verletzt waren.“ Nach dem Sieg im Brandenburger Pokal qualifizierten sich die Oranienburger für den Amateurpokal des Handball-Bundes. Für das Team ist es das erste Ausrufezeichen in dieser Saison. Das zweite will der Verbandsligist mit dem Aufstieg in die Brandenburg-Liga im Sommer setzen.

Märkische Allgemeine Zeitung, Detlef Braune, 06.01.2019

  • 1691
  • Letzte Änderung am Sonntag, 06 Januar 2019 20:05

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.